Von der Spirale zum Krümmling
Aus Open-Naturstein
Von der Spirale zum Krümmling
Inzwischen gibt es die Version AutoCAD 2009 als CAD-System. Ab Version 2007 wurde der 3D-Bereich so verbessert, dass ein effizientes und einfaches Erstellen von 3D-Volumenmodellen möglich ist. Am Beispiel eines Handlaufes einer halb gewendelten Treppe mit einem unsymmetrischen Profil soll die Leistungsfähigkeit des Programms im Bereich der Steinbautechnik aufgezeigt und die Konstruktionsweise verdeutlicht werden.
Die Achse des Krümmlings ent-spricht einer Spirale. Zur Konstruktion des Krümmlings sind die Spirale und der Profilquerschnitt als Polylinie erforderlich.
AutoCAD bietet dem Benutzer eine Konstruktionshilfe, mit der er leicht eine Spirale konstruieren kann. Zur Ausführung des Befehls SPIRALE werden der untere und obere Durch-messer, der Achsendpunkt, die Anzahl der Drehungen, die Drehhöhe und die Drehrichtung benötigt. Auf der Basis dieser Spirale wird das 3D-Modell erstellt. Der SWEEP Befehl ermöglicht es, Polylinienzüge entlang eines 3D-Pfades zu sweepen. Der Polylinienzüge sind beispielsweise die Querschnitte des Treppenlaufes, der Brü-stung und des Handlaufes. Das Ergebnis ist der nachfolgend dargestellt Werk-stein. Nach der Konstruktion wird der Werkstein in die Lage gedreht, die für den Produktionsablauf von Bedeutung ist.
Von dem Werkstein können anschließend alle für die Produktion relevanten Werksteinabmessungen und die 2D-Darstellungen abgeleitet werden. Sichtkanten und verdeckte Kanten werden vom Programm ermittelt und die Linien auf unterschiedliche Layer gelegt. Somit sind die Lager Schablonen für den Steinmetzen einfach abzuleiten und können im Maßstab 1:1 ausgedruckt werden. Die Leistungsfähigkeit des Programms zeigt sich bei der Konstruktion des Anfängers. So mündet der Krümmling in einen Zylinder bzw. mit Teilen in einer Halbkugel. Die Schnittkanten der Durchdringung der Körper werden in sekundenschnelle berechnet und dargestellt.
Aus dem 3D-Modell kann die Schnittgeometrie für den Sägestein ableiten werden.
Bildet man die Differenz aus Sägestein und Werkstein, so erhält man das Volumenmodell des „Abfalls“. An diesem Modell kann man an beliebigen Stellen Schnitte erzeugen und erhält somit die Konterschablonen für die Fertigung.
Dr. Richard Stein







